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Gefahr durch Nanosilber derzeit nicht ausgeschlossen

Bundesamt für Riskobewertung sieht Forschungsbedarf

Bereits seit Langem nutzen Hersteller die antimikrobiellen Eigenschaften von Silberionen in verbrauchernahen Produkten. In jüngerer Zeit finden zunehmend auch Silberpartikel in Nanogröße in den unterschiedlichen Bereichen Verwendung. In Kleidung sollen sie beispielsweise Geruchsbildung durch Schweißbakterien, in Kühlschränken das Wachstum von Keimen verhindern.

Nach dem derzeitigen Stand der Forschung lässt sich eine Gefährdung der Verbraucher durch Silberionen nicht sicher ausschließen. Darauf weist zum Beispiel das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR hin.

Der Hintergrund: Nanopartikel (=kleiner als 100 Nanometer) haben andere physikalische Eigenschaften. Es ist unter anderem derzeit nicht geklärt, ob sich die toxikologischen Eigenschaften verändern und so die Silberionen für Verbraucher zum Gesundheitsrisiko werden können.

Das BfR sieht Forschungsbedarf zur Klärung grundlegender Fragen hinsichtlich der Wirkung von nanoskaligem Silber auf den Menschen. Bis zum Vorliegen einer abschließenden Sicherheitsbewertung empfiehlt das BfR auf den Einsatz von Nanopartikeln aus Silber in verbrauchernahen Produkten ganz zu verzichten. In Lebensmitteln ist Nanosilber ohnedies nicht zugelassen. Angesichts der derzeit zahlreichen offenen Fragen zur Risikoeinschätzung begrüßt das BfR dies.