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Kleine Bett(en)kunde

„Wie man sich bettet, so schläft man“ besagt ein altes Sprichwort. Ob die Altvorderen bereits wussten, wie wichtig die richtige Auswahl der einzelne Komponenten des Bettes waren? Wir wissen es nicht. Die Forschung bestätigt jedenfalls inzwischen die Richtigkeit der Redensart und kann konkret Faktoren benennen, die zu einem guten und erholsamen Schlaf beitragen.

Bettzeug

Die Bettdecke sollte immer zu der Außentemperatur passen und zu dem Gewicht des Schläfers. Wer unter der Decke fröstelt oder schwitzt ist zu dünn bzw. zu warm zugedeckt. Je mehr Körpervolumen ein Mensch hat, desto mehr Körperwärme strahlt er ab und desto schwächer darf die Decke isolieren. Entsprechend können sich eine 60 und eine 120 Kilogramm schwere Person nicht unter einer Bettdecke wohlfühlen. 

Heuzutage ist die Dicke der Decke kein Indikator mehr für deren Isolationsfähigkeit. Manche Kunstfaser isoliert besser als die gute alte Daune oder Feder. Um sich im Dickicht der Decken besser zurecht zu finden, folgen viele Hersteller einer Klassifizierung. Menschen mit mehr Körpervolumen sollten zur Klasse 1 greifen, während weniger gut Isolierte sich unter Klasse 2 wohl fühlen. Bei Temperaturen unter 10 Grad sollten beide um eine Klasse erhöhen.

Ferner entscheidend für das Wohlbefinden unter der Bettdecke ist deren Feuchtigkeitsleitfähigkeit. Atmungsaktive Stoffe sowohl aus Naturmaterialien als auch aus Synthetik verhindern einen Feuchtestau im Bett und sorgen für die Ableitung der ein bis zwei Liter Flüssigkeit, die der menschliche Körper im Schlaf abgibt. Ist das Material nicht geeignet, wacht der Schläfer in einer Pfütze auf.

Hinsichtlich der Füllung gibt es keine allgemeingültige Empfehlung. Was gefällt ist gut. Allerdings zeichnet sich in der letzten Zeit in Deutschland ein Trend hin zu kompakten Kunststofffasern als Füllgut und somit zu dünneren Decken ab.

Matratze

Die Zudecke ist ein wichtiger Faktor, der zum Wohlbefinden des Schläfers beiträgt, die Matratze ist ein ebenso wichtiger. Hartnäckig hält sich das Vorurteil, eine harte Unterlage sei eine gute. Diese krasse Fehleinschätzung hat nach Meinung von Fachleuten gesundheitliche Schäden an Millionen von Menschen verursacht, die bis hin zu Bandscheibenvorfällen reichen können. Allerdings sind zu weiche Unterlagen auch schädlich. Eine geeignete Matratze sollte den Schlaf in Seitenlage erlauben. Zu Harte und zu weiche begünstigen eher die Bauch- bzw. Rückenlage. Bei der Seitenlage sollten Becken und Schulter so tief einsinken, dass die Wirbelsäule gerade ist. So werden die Bandscheiben am besten mit Nährstoffen versorgt und die Muskeln können sich entspannen.

Die Pflege und richtige Handhabung der Matratze verlängert ihr Leben. Dazu sollte sie mit einem waschbaren Bezug versehen sein und regelmäßig gewendet werden.

Lattenrost

Wie entscheidend ein Lattenrost zum Wohlfühlen beiträgt ist umstritten. Während einige Fachleute den Fügelrahmenlattenrost heute als das Nonplusultra rühmen, warnen andere vor Problemen verursacht durch etwaige Fehlbedienung des High-Tech-Produkts. Sie empfehlen vielmehr eine Zonenmatratze, die individuell dem Körperbau und der Wirbelsäulenform angepasst ist.

Wer Probleme beim Schlafen hat, sollte sein Bett genau prüfen und überlegen, ob sich die individuelle Schlafsituation unter den genannten Aspekten optimieren lässt. Eine Garantie für einen besseren Schlaf gibt es auch dann nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch recht hoch.